Archiv der Kategorie: Weltwirtschaft / Firmen

Mode trifft Moral

am 27./28. Februar veranstaltet das Hygiene-Museum Dresden das „Mode-Trifft-Moral“ Wochenende, ein Wochenende über die Licht- und Schattenseiten der Modeindustrie.

Neben der Ausstellung „Fast-Fasion“, die auch noch bis Juli zu sehen ist, gibt es an dem Wochende zahlreiche Gelegenheiten zum Mitmachen und Mitdiskutieren: eine „grüne“ Modenshow, Theater und einen Markt der Möglichkeiten.. eine gute Chance um mit Leuten ins Gespräch zu kommen, die sich für eine faire und ökologische Produktion unserer Kleidung einsetzen und einen Akzent gegen die „Fast-Fashion-Kultur“ setzen wollen.

Wir sind am So 28.02. auf dem Markt der Möglichkeiten mit einem Info-Stand vertreten und freuen uns über euren Besuch!

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Weniger ist mehr – Die Grenzen des Wachstums und das bessere Leben

Kann es Wohlstand ohne Wirtschaftswachstum geben? Der Dokumentarfilm sucht nach Lebens- und Wirtschaftsmodellen, die den Weg in die Postwachstumsgesellschaft weisen.

Die Filmemacherin Karin de Miguel Wessendorf unternimmt einen Selbstversuch und fragt: „Was muss ich ändern, damit mein Lebensstil zukunftsfähig ist? Und worauf kann ich verzichten ohne Verlust an Lebensqualität?“ Auf ihrer Reise durch Europa besucht sie Menschen, Initiativen und Unternehmen, die erkannt haben, dass Wirtschaftswachstum nicht das Maß aller Dinge sein kann…

[Quelle: arte.de, 2013, 52Min]

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Schmutzige Schokolade II

Wer denkt beim lustvollen Biss in einen Schokoriegel an dessen Herstellung?

…Schokolade und Kakao sind Genuss – Weihnachtsmänner aus Schokolade, Schokoriegel und Überzug über Lebkuchen, fast 12 Kilo Schokolade isst ein Schweizer oder ein Deutscher im Durchschnitt im Jahr.
Kakao ist billig und die Schokolade ebenso.

Doch wer bezahlt den Preis für den dauerhaft billigen Rohstoff Kakao? Es sind die Kinder in den Herstellungsländern in Afrika. 70 Prozent der Kakaos kommen aus Westafrika, aus Ghana, der Elfenbeinküste und einigen anderen Staaten.
Kindersklaverei ist auf den Kakaoplantagen an der Elfenbeinküste keine Seltenheit. Das hat vor drei Jahren der Journalist und Filmemacher Miki Mistrati in seiner ersten Dokumentation zum Thema aufgedeckt.


Link zu Schmutzige Schokolade I von 2011

[Quelle: 3sat.de, Dauer 45Min, 2013]

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Bottled Life – Die Wahrheit über Nestlés Geschäfte mit dem Wasser

Wie verwandelt man Wasser in Geld? Es gibt eine Firma, die das Rezept genau kennt: Nestlé. Dieser Konzern dominiert den globalen Handel mit abgepacktem Trinkwasser.

Der Schweizer Journalist Res Gehriger macht sich auf, einen Blick hinter die Kulissen des Milliardengeschäfts zu werfen. Nestlé blockt ab. Es sei der falsche Film zur falschen Zeit, heisst es in der Konzernzentrale. Doch der Journalist lässt sich nicht abwimmeln. Er bricht auf zu einer Entdeckungsreise, recherchiert in den USA, in Nigeria und in Pakistan. Die Expedition in die Welt des Flaschenwassers verdichtet sich zu einem Bild über die Denkweisen und Strategien des mächtigsten Lebensmittelkonzerns der Welt.

[Quelle: arte.de, 2012, 90Min]
Trailer:

Ganze Doku leider momentan nur in russisch verfügbar…


Zeitbombe Steuerflucht

WANN KIPPT DAS SYSTEM? Gerade erst mit dem Geld der Steuerzahler gerettet, erarbeiten die Banken neue Strategien, um ihren reichen Kunden die Steuerhinterziehung zu ermöglichen. Die Entlarvung von Steuerflüchtlingen wie Amazon und Total macht begreiflich, wie die tiefen Löcher in Europas Staatskassen entstehen konnten.

Man stelle sich vor, ein jeder könnte selbst entscheiden, ob er Steuern zahlen will, und trotzdem die von der Allgemeinheit finanzierten, sozialstaatlichen Dienstleistungen (Gesundheit, Bildung, Sicherheit, öffentlicher Nahverkehr usw.) in Anspruch nehmen. Das ist keine Utopie – es ist heute Realität.

Internationale Konzerne können Milliardengewinne erwirtschaften, ohne einen einzigen Euro Steuern zahlen zu müssen. Wohlhabende Steuerzahler wiederum bringen den Großteil ihrer Reichtümer mit Hilfe des Schweizer Bankgeheimnisses oder durch in Jersey ansässige Firmen vor dem Fiskus in Sicherheit.

Ganze Staaten drohen inzwischen aufgrund der immer umfangreicher werdenden Steuerflucht zusammenzubrechen. Schätzungsweise 20 bis 30 Billionen Dollar werden jedes Jahr in Steuerparadiesen versteckt. Dies entspricht zwei Dritteln der weltweiten Schulden.

Der französische Finanzexperte, Journalist und Autor Xavier Harel bietet einen faszinierenden, lehrreichen Einblick in den Wirtschaftszweig Steuerflucht. Er reist dafür auf die Cayman-Inseln, ins amerikanische Delaware, nach Jersey, in die Schweiz und nach Großbritannien.

Mit einer Prise Humor enthüllt Harel die meisterhaft erdachten Steuersparmodelle von Colgate, Amazon und Total und stellt auch die großen Beratungsfirmen wie KPMG, Ernst & Young sowie PricewaterhouseCoopers für ihre Mithilfe bei der Plünderung der Gesellschaft an den Pranger.

Zuletzt zeigt er den unglaublichen Zynismus von Banken wie UBS oder BNP auf. Gerade erst mit dem Geld der Steuerzahler gerettet, helfen sie ihren gut betuchten Kunden weiterhin dabei, ihre Reichtümer am Fiskus vorbeizuschleusen. Doch die Steuerflucht hat ihren Preis. In Griechenland zeigt Xavier Harel, wie ein europäisches Land Pleite ging, weil es nicht in der Lage war, Steuern einzutreiben. Und alle Länder sind vom Bankrott bedroht, wenn es nicht gelingt, den ungeheuerlichen Privilegien der Konzerne und reichen Steuersündern Einhalt zu gebieten.

[Quelle: arte.de, 2013, 130Min]


Taste The Waste – Wie aus Lebensmitteln Müllberge werden

50 Prozent aller Lebensmittel werden weggeworfen: Jeder zweite Kopfsalat, jede zweite Kartoffel und jedes fünfte Brot. Das meiste davon endet im Müll, bevor es überhaupt den Verbraucher erreicht. Und fast niemand kennt das Ausmaß der Verschwendung.

Wer macht aus Essen Müll? Welche Folgen hat die globale Nahrungsmittel-Vernichtung für das Klima? Und für die Ernährung von sieben Milliarden Menschen?

Der Film findet Antworten bei Bauern, Supermarkt-Direktoren, Müllarbeitern und Köchen. In Deutschland, Österreich, Japan, Frankreich, Kamerun, Italien und den Vereinigten Staaten. Und er findet Menschen, die unserem Essen mehr Wertschätzung entgegenbringen und Alternativen entwickelt haben, um die Verschwendung zu stoppen.

Essen wegzuwerfen findet niemand gut — „weil andere nichts zu essen haben“, sagen die Jüngeren und die Älteren erinnern sich noch an den Hunger im Krieg: „Da waren wir um jeden Kanten Brot froh.“ Aber wir alle machen mit beim großen Ex und Hopp!

Valentin Thurn hat die Wirklichkeit in unseren Mülltonnen aufgespürt. In den Abfall-Containern der Großmärkte, der Supermärkte und denen vor unserer Haustür. Sie enthalten Massen einwandfreier Lebensmittel, teilweise noch originalverpackt, oft ist nicht einmal das Haltbarkeitsdatum abgelaufen. Über zehn Millionen Tonnen Lebensmittel pro Jahr werden allein in Deutschland weggeworfen. Und es werden immer mehr! Warum werfen wir so viel weg? Auf der Suche nach Erklärungen spricht Valentin Thurn mit Supermarkt-Verkäufern und -Managern, Bäckern, Großmarkt-Inspektoren, Ministern, Psychologen, Bauern und EU-Bürokraten.

Was er findet ist ein System, an dem wir uns alle beteiligen: Supermärkte bieten durchgehend die ganze Warenpalette an. Bis spät in den Abend muss das Brot in den Regalen frisch sein, zu jeder Jahreszeit gibt es Erdbeeren. Und alles muss perfekt aussehen: Ein welkes Salatblatt, ein Riss in der Kartoffel oder eine Delle im Apfel, und sofort wird die Ware aussortiert. Joghurtbecher schon zwei Tage vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums. Dass wir die Hälfte unseres Essens verschwenden, wirkt sich verheerend auf das Weltklima aus.

Die Folgen reichen weit, denn die Auswirkungen auf das Weltklima sind verheerend. Die Landwirtschaft verschlingt riesige Mengen an Energie, Wasser, Dünger und Pestiziden, Regenwald wird für Weideflächen gerodet. Mehr als ein Drittel der Treibhausgase entsteht durch die Landwirtschaft. Nicht unbedeutend sind auch die auf den Müllkippen vergärenden Lebensmittel-Abfälle, denn die entstehende Klimagase haben entscheidenden Einfluss auf die Erderwärmung.

TASTE THE WASTE zeigt, dass ein weltweites Umdenken stattfindet und dass es Menschen gibt, die mit Ideenreichtum und Engagement diesem Irrsinn entgegen treten.

Kleine Schritte, die eine große Chance bedeuten.


[Quelle: tastethewaste.com, 2012, 80Min]

Der Trailer:

Der Film:

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(un)faire Kleidung kurz erklärt – Fair Wear Formula

Millionen von Arbeitern in der weltweiten Bekleidungsindustrie leiden unter schlechten Arbeitsbedingungen, sind in ihren Rechten und Freiheiten eingeschränkt. Löhne sind zu niedrig, um davon zu leben, Arbeitstage sind sehr lang, Arbeitsbedingungen unsicher. Arbeitern steht es selten frei, Gewerkschaften beizutreten und die eigenen Bedingungen zu verbessern.

Keine Marke oder Organisation kann alleine die Bedingungen in der globalen Zulieferkette ändern. Daher arbeitet FWF mit lokalen Gewerkschaften, Arbeitnehmer- und Frauengruppen, Unternehmensverbänden, Regierungen und Verbraucherorganisationen in Produktionsländern und in Europa zusammen, um nachhaltige Lösungen zu finden.

[Quelle: http://www.fairwear.org/, 2013, 7Min]


Moderner Sklavenhandel – Leiharbeiter bei Amazon

Amazon ist der mit Abstand größte Online-Händler der Welt und auch in Deutschland schon lange die Nummer eins. Fast jedes Produkt lässt sich hier günstig bestellen, geliefert wird oft über Nacht – selbst noch am Heiligen Abend. Doch wer packt die Pakete für die Bescherung? Jedes Jahr zur Hochsaison wirbt Amazon Deutschland tausende Wanderarbeiter aus dem Ausland an. Für viele Spanier ist der Ruf nach Deutschland in Zeiten der Eurokrise wie ein Lottogewinn.

Was die Arbeiter tatsächlich erwartet, ist eine böse Überraschung. Nicht Amazon legt ihnen in Deutschland einen Vertrag vor, sondern eine Leiharbeitsfirma. Deutlich weniger Lohn als bei der Anwerbung in Spanien versprochen, nach Feierabend stundenlanges Warten auf den überfüllten Bus, der sie über zig Kilometer Autobahn in ihre Unterkunft bringen soll. Sie leben zu zweit auf engstem Raum in einem zu dieser Jahreszeit verlassenen Ferienpark. Hier führt ein Sicherheitsdienst ein Regime, das auf Einschüchterung setzt und immer wieder in die Privatsphäre der Arbeiter eindringt. Wer sich wehrt, fliegt raus. Fristlos.

Die Reportage deckt auf, was sich hinter der Fassade von Amazon.de verbirgt und wer dafür zahlt, dass die schöne neue Warenwelt des Internethändlers so billig zu haben ist.

[Quelle: ARD.de, 2013, 45Min]


Water Makes Money – VEOLIA übernimmt die Macht über das Trinkwasser



Der Film führt durch die vielschichtigen Aspekte der gewaltigen Monopolmacht Veolias & Suez und deren Konsequenz für unsere Versorgung mit dem Lebenselixier Wasser, indem er die Zuschauer im Kern das Schicksal von „Eau de Paris“, die Dramatik der Trennung von den Globalplayern in Frankreichs Hauptstadt Paris miterleben lässt – gestaltet als eine Art Krimi. Die Ermittlungen verfolgen einen Fall angeblich „krimineller Veruntreuung öffentlichen Eigentums“ und den wagemutigen Versuch der Rückführung in kommunale Hand.

Mit welchem Recht und welchen Argumenten haben Politiker einst die Wasserversorgung in die Hände des privaten Monopols gelegt? Wo finden sich die unumstößlichen Beweise des Missbrauchs der Monopolmacht, die selbst voreingenommene Geschworene überzeugen? Wie kann es Anne Le Strat vermeiden, in eine der hundert Fallen zu geraten, die auf dem Weg zur kommunalen „Eau de Paris“ lauern? Einem Weg, der eng von Veoliastandards und anderen Konzernbataillonen gesäumt ist.

Unschuldig wirkende Anzugträger, auf der einen Seite der Drehtür Politiker, auf der anderen Konzernvertreter, sprechen von „Nachhaltigkeit, Verantwortung, Effektivität und sicheren Arbeitsplätzen“. Die Ermittlungen führen von Paris über die Ile de France nach Toulouse, Braunschweig, Berlin, Bukarest, Casablanca und überall dorthin, von wo auch immer in der Welt von Veolia und Suez „gerichtsverwertbare“ Hinweise kommen.

Dabei erleben wir Unglaubliches, kaum Nachvollziehbares, Schicksale unmittelbar Betroffener und viele kleine Lehrstücke. Wir erfahren Beweggründe, Argumente und Standpunkte von Befürwortern und Gegnern der stets in neue Betreiberverträge drängenden Global Player – insgesamt keine trockene Angelegenheit. Das Lebenselixier Wasser in verschiedensten faszinierenden Erscheinungsformen untermalt, bindet und trennt die Episoden des Films.
[Quelle: Water Makes Money, 2010, 90Min ]


AGRAPROFIT – Der Film

GRAPROFIT – Der Kurzfilm dokumentiert eine Guerilla Aktion, die im September 2012 auf dem Wochenmarkt einer deutschen Großstadt durchgeführt wurde. Das fiktive Unternehmen „Agraprofit“ ist neu auf dem Markt und hat ein innovatives Verkaufskonzept: Billige Produkte und gleichzeitig volle Transparenz der Produktionskette. Es konfrontiert die Kundschaft dezent lächelnd mit den Produktions- und Handelsbedingungen der angebotenen Billiglebensmittel. Schilder zeigen, was hinter den Produkten steckt: Zum Beispiel „Kinderarbeit? – Dann sind sie wenigstens weg von der Straße!“.

Hintergrund der Aktion: Deutsche zählen zu den größten Schnäppchenjägern Europas. Noch immer ist der Preis, insbesondere bei Lebensmitteln, wichtigstes Kaufkriterium. Die Lebensmittelindustrie täuscht mit schönen Werbeslogans über die fragwürdige Entstehung der Billigprodukte hinweg. Aber wie aufgewühlt, beunruhigt oder auch unbeeindruckt reagieren die Menschen, wenn sie direkt hören, welche Zustände andernorts mit ihrem Einkauf verbunden sind? Der Film dokumentiert die verschiedenen Reaktionen und hinterlässt die Frage, wie man selbst reagiert hätte. Was die Käufer nicht wissen: Alle Erzeugnisse an diesem Marktstand kamen aus Öko-Landbau und Fairem Handel!